Spanisches Immobilienrecht – horak Rechtsanwälte

Der Eigentumserwerb an einer Immobilie vollzieht sich in Spanien durch Abschluss des Kaufvertrages sowie die Verschaffung des Besitzes an der Kaufsache.

Notarieller Kaufvertrag zum Kauf einer Immoblie in Spanien

Die notarielle Form ist zwar nicht Wirksamkeitsvoraussetzung für einen Vertrag über eine unbewegliche Sache; fehlt sie, besteht jedoch ein Eintragungshindernis für die Eintragung ins Eigentumsregister.

Die Eigentumsregister sind dem Justizministerium zugeordnet. Im Unterschied zum deutschen System ist die Eintragung nicht konstitutiv. Dem deutschen Recht entspricht jedoch die sog. „Richtigkeitsvermutung“, wonach grundsätzlich angenommen wird, dass die in das Register eingetragenen Rechte an einem Grundstück zugunsten des eingetragenen Inhabers existieren.

Die sog. „Escritura“, der notarielle Abschluss des Kaufvertrages („Escritura Pública de Compraventa“), ist zudem nicht nur erforderlich für die Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch (Registro de la Propriedad), sie steht auch der Übergabe der Immobilie gleich (vgl. Art. 1462 CC).

Es ist zudem ratsam, anhand von Escritura des Verkäufers und einem Registerauszug das Verfügungsrecht des Verkäufers über die Immobilie zu überprüfen.

Kauf von spanischen Küstengrundstücken

Beim Erwerb von Küstengrundstücken sind die Bestimmungen des Küstengesetzes (Gesetz Nr. 22/1988 vom 28.7.1988 in seiner aktuellen Fassung) zu beachten. Es wurde in 2013 u.a. dahingehend reformiert, dass sich bereits vor 1988 in Privateigentum befindende Grundstücke in der Meereszone nach Ablauf der 30-jährigen Nutzungsfrist 2018 weitere 75 Jahre genutzt werden dürfen.

Außerdem können in der Meeresuferzone gelegene Grundstücke vom Eigentümer verkauft werden.